Kundgebung gegen Pferderennen am 01.05.2018

Es ist wieder so weit, zum 1. Mai findet der Aufgalopp auf der Rennbahn Scheibenholz statt.

Die die tierbefreier_innen Leipzig, Neues Vorum für veganes Leben in Leipzig und Bündnis Leipziger Tierrechtler rufen auch in diesem Jahr zum Protest auf!

Uhrzeit: 11:30-14:30

Ein wild lebendes Pferd bewegt sich die meiste Zeit des Tages mit seinen Artgenossen auf einer Weide. Dort traben Pferde, wenn sie miteinander im Spaß herumtoben. Pferde galoppieren nur, wenn sie vor Gefahr flüchten. Daher zählen Pferde zu den sogenannten Fluchttieren. Bei Anzeichen von Gefahr ziehen sie immer die Flucht der Auseinandersetzung vor. Sie sind Langstreckenläufer und keine Sprinter!
Das Rennen auf der Galopprennbahn ist daher unnatürlich und nicht artgerecht! Für den Sport werden die Pferde gezwungen regelmäßig zu galoppieren. Sie müssen längere Strecken im Sprint zurücklegen, weil sie so häufig zum “Training” gedrillt werden.
Vor den Geschwindigkeiten (im Vergleich Trab 13,5 km/h vs Galopp 60 bis 90 km/h), die Pferde beim Rennsport erreichen müssen, haben die Pferde selber Angst. Zynischerweise treibt sie das nochmal extra an, schneller zu laufen. Der Stress, der für die Pferde dabei entsteht, führt zu heftigen psychischen Störungen. Das zeigt sich bei Pferden, die Jahre später keine Rennen mehr laufen müssen.
Wenn Sie das Glück haben, überhaupt ins Rentenalter zu kommen. Selbst wenn sie dann ein Leben ganz ohne Rennsport haben, und es ihnen verhältnismäßig gut geht, dauert es mitunter Jahre, bis sie ihre Angst verlieren und die psychischen Störungen langsam verschwinden.
Pferde sind eben keine Sportgeräte! Sie sind ebenso fühlende sensible Lebewesen mit einer zerbrechlichen Psyche. Fluchttiere.
Wir können Sie dem Druck auf der Rennbahn nicht aussetzen, ohne ihnen erheblichen Schaden zuzufügen. Übrigens leiden Pferde stumm. D.h. selbst die stärkste Qual ist ihnen kaum anzumerken.
Natürlich kommt es auch immer wieder zu Stürzen und in der Folge zur Ermordung der verletzten Pferde. So wurde im Jahr 2012 der Hengst Proust noch auf der Rennbahn eingeschläfert, im August 2016 traf es den Hengst Lenno, der ebenfalls nach einem Sturz getötet wurde.
Der erste Mai ist traditionell der Auftakt der „Rennsaison“ und damit der Startschuss für eine Schau an Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen und dem Leid tierlicher Individuen. Wir stellen uns gegen diese Tradition der Pferderennen und gegen Tierausbeutung jeglicher Art!

Kommt mit uns vor die Rennbahn und zeigt Präsenz! Transpis und Schilder sind vorhanden aber wir freuen uns sehr, wenn ihr selbst kreativ werdet und eigenes Material mitbringt.

Wie bei jeder unserer Veranstaltungen gilt, dass nationalistische, sexistische, homophobe, inter- und transfeindliche Menschen, sowie Verschwörungstheoretiker*innen und Querfrontler*innen aller Art nicht erwünscht sind.

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