Demonstrationen vor Zirkus Aeros am Donnerstag und Samstag

Zirkus Aeros 20.12.2014

Am Donnerstag und heute am Samstag zur Nachmittags- und Abendveranstaltung des Zirkus Aeros demonstrierten zahlreiche Aktivist*innen vor dem aktuell in Leipzig gastierenden Zirkus Aeros. Wir freuen uns riesig, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind.

Wir fordern eine Zirkusmanege, die ohne Tiere auskommt!

Vielleicht gibt es ein enges Verhältnis zwischen Tier und Domtpeur*in, dieses ist aber weder wechselseitig noch vertrauensvoll, sondern ist vielmehr durch eine klare Hierarchie gekennzeichnet: Der Dompteur gibt Anweisungen, das Tier hat zu folgen. Tut es dies nicht, folgt Bestrafung. Dass Tiere an dieser Schikane Freude empfinden könnten, liegt vor allem an dem Umstand, dass es die einzige Gelegenheit für sie ist, aus ihren Boxen und Käfigen heraus zu kommen. Dass dies mit der Freude eines Tieres vergleichbar ist, das selbstbestimmt und wechselseitig mit seinen Artgenossen umgehen kann, halten wir für höchst zweifelhaft. Ganz allgemein ist die Dressur ein gewaltsamer Akt, weil das Tier zu einer Handlung gezwungen wird, die es ohne äußeren Zwang nicht ausführen würde.

Wir halten es für skandalös, dass sich Tiere im Zirkus überhaupt Zelte teilen und in Anhängern eingesperrt werden müssen, dass sie ständig durch die Gegend gekarrt werden, in Gefangenschaft leben und für menschliche Zwecke ausgenutzt werden.

Demonstration vor Zirkus Aeros am 20.12.2014

 

Das gilt natürlich für alle Zirkusse, die Tiere gefangen halten. Zirkus Aeros ist uns aber auch noch durch einen anderen Vorfall in Erinnerung. Anfang letzten Jahres, bei unserer Demonstration zur letzten Vorstellung des Zirkussen attackierten einige Mitarbeiter die Demonstrierenden so heftig, dass fünf von Ihnen mit Rippenbrüchen, Platzwunden und gebrochenem Handgelenk ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Dieses Jahr waren wir keinen Attacken ausgesetzt. Der Vorfall von Anfang des Jahres wirft die Frage auf: Wenn die Mitarbeiter des Zirkus Aeros nicht davor zurückschrecken Menschen öffentlich körperliche Gewalt anzutun, wie gehen sie dann mit den Tieren bei der Dressur um, bei der kein Mensch zuschaut?

Demonstration im Dunkel vor Zirkus Aeros am 20.12.2014

 

Weil Gefangenschaft für die Tiere immer Leid bedeutet, fordern wir nicht die Vergrößerung der Käfige oder mehr Auslauf für die Tiere, sondern eine gänzlich tierfreie Manege!

Wir danken allen Unterstützer*innen, die selbst bei starken Regen und Wind zur Demonstration gekommen sind und ihre Stimme gegen das Einsperren von Tieren für die Unterhaltung einiger Menschen damit Ausdruck verliehen haben.

 

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Ein Kommentar zu Demonstrationen vor Zirkus Aeros am Donnerstag und Samstag

  1. Ivo sagt:

    ihr seid ja fix mit der berichterstattung! <3

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